Diagnostik

Tib. = „Thab Lam“ Methoden des Prüfens

Die Diagnose innerhalb der trad. Tib. Medizin hat ein breitgefächertes Spektrum von Möglichkeiten. Auch ohne die Zuhilfenahme grossartiger technischer Apparaturen kann sich ein tibetischer Arzt mittels der nachfolgenden Methoden ein klares Bild über den Zustand des Patienten machen. Durch die Diagnose kann der tibetische Arzt genau feststellen wo sich die Unausgeglichenheit der körperlichen Energien sich manifestiert hat. Dieses Ungleichgewicht kann dann mittels der entsprechenden Ernährungs- Verhaltensregeln und Inneren- und Äusseren Behandlungen, in einer günstigen Weise beeinflusst werden.

Pulsdiagnose:
Der Puls wird in der trad. Tib. Medizin als ein Botschafter betrachtet, der die Informationen vom Inneren des Körpers nach aussen übermittelt. Die Diagnose mittels der Pulstastung stellt sicherlich eine der heraus ragendesten Formen der Diagnostik dar. Trotzdem wird auch sie nur zusätzlich, aber vorrangig, zu den anderen diagnostischen Verfahren angewandt.
Ein versierter tibetischer Arzt ist mit dieser Diagnoseform in der Lage feinstoffliche Daten über den gesamten Menschen zu erhalten.

Urindiagnose:
Der Urin des Menschen stellt ein hervorragendes diagnostisches Medium dar. Er spiegelt sämtliche Stoffwechselprozesse des Körpers deutlich wieder. Um eine optimale Diagnose-stellung zu gewährleisten, sind auf gewisse Nahrungsmittel und Verhalten am Vortag zu verzichten, sowohl der Patient wie auch der Arzt. Der Morgen-Urin wird mit einem Stab heftig gerührt. Entscheidend für die Diagnose sind Geruch, Konsistenz, Blasenbildung, Sediment und die Oberfläche des Urins. Dadurch können Störungen der 3 Säfte/Nyes pa: Galle, Schleim und Wind klar definiert werden.

Zungendiagnose:
Die Zungendiagnose bzw. visuelle Begutachtung der Zunge spielt eine eher untergeordnete Rolle in der trad. Tib. Medizin. Sie kann aber als schnelle Form der zusätzlichen Diagnostikzur Verifizierung eines Krankheitsbildes herangezogen werden.

Ohrendiagnose:
Die Ohrendiagnose ist die am häufigsten praktizierende Methoden bei Kindern. In diesem Alter sind die 3 Venen (Hauptenergien) am Ohr noch gut sichtbar und deshalb kann eine präzise Diagnose gestellt werden.

Nasendiagnose:
An der Form, Konsistenz und der Farbe können einzelne Krankheiten klar definiert werden.
Wird eher selten angewendet.

Hautdiagnose:
Die Beschaffenheit der Haut und Farbe dessen gibt uns Informationen über den Zustand der 3-Säfte.

Die Art und Weise der Diagnose:
1. Thonga                    sehen
2. Rekpa                      spüren, tasten
3. Tripa long teng         befragen