700. Jahrhundert

Der Tibetische König, Song Tsen Gampo (617-650) heiratete eine nepalesische und eine chinesische Prinzessin, beide waren Buddhistinnen. Er gilt als erster Dharmakönig, denn unter ihm verbreitete sich der Buddhismus erstmals in Tibet. Er lud zudem mehrere verschiedene Ärzte zu einer mehrmonatigen Medizinkonferenz an seinem Hofe ein. Insbesondere die Grundwerke der Tibetischen Medizin, die vier medizinischen Tantras (Gyud-bzhi), gelangten aus Indien nach Tibet. Mit dem Vordringen des Buddhismus in Tibet kam es zu einer gegenseitigen Beeinflussung der Religionen, wobei aus dem Bön z. B. rituelle und schamanistische Elemente oder Bön-Gottheiten in den Buddhismus gelangten, umgekehrt der Buddhismus die Philosophie des Bön tiefgehend beeinflusste.